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Reportage im Magazin "PREMISSIMA – MENSCHEN, MARKEN & FEINE ADRESSE"   3/2015

Nichts ist wie vorher ...

 

Die Gefühle von Eltern, die nach der Geburt erfahren, dass ihr Kind mit einer Schwerstbehinderung aufwachsen muss, kennt die Fachanwältin für Medizin- und Geburtsschadenrecht seit ihrer Jugend. Denn sie hat im damaligen Kreiskrankenhaus Aue Krankenschwester gelernt und in dem Beruf gearbeitet. Seither bewegen sie Probleme der Neonatologie, die sich mit Neugeborenenmedizin und -vorsorge beschäftigt. „Mutter und Vater werden völlig aus dem Leben geworfen. Sie hatten sich so auf das Kleine gefreut und dann der Schock – die Eltern stehen alleine da mit tausend Sorgen, tausend Fragen”, kennt Nadja Döscher-Schmalfuß die Situation. „Die Eltern wissen nicht ein noch aus. Natürlich, sie lieben ihr Baby,mit der Krankheit oft noch mehr. Und müssen sich zugleich der Wirklichkeit stellen. Antworten finden, wie es weitergeht.

 

So schwer das ist, sie müssen Fragen stellen und Lösungen finden – in ihrem Interesse wie dem des Kindes”, rät die erfahrene Medizinrechtlerin. Als Einzige in Mitteldeutschland ist sie explizit auf Geburtsschadenrecht spezialisiert. Von einem Tag auf den anderen ändert sich das Leben der Eltern. Wie den Alltag bewältigen; reichen Kraft und Zeit noch für den geliebten Job? Wie kommen wir in Zukunft finanziell klar? Was ist nun das Beste für das schwerstbehinderte Kind?


Und vor allem: Wer trägt Schuld? – die schlimmste aller Fragen.

 

Ist der Hebamme ein Fehler unterlaufen oder Ärzten und Mitarbeitern im Krankenhaus? „Den Eltern obliegt die gesamte Beweislast; und das in dieser Not! Ohne professionellen, kompetenten und verständnisvollen Rechtsbeistand ist das unmöglich”, so die Erfahrung von Nadja Döscher-Schmalfuß. Zumal sie auch die Befindlichkeiten der anderen kennt. Mediziner, Schwestern und Hebammen werden Behandlungsfehler kaum freiwillig einräumen. Ebenso wenig wie Krankenkassen und Haftpflichtversicherungen. Geht es bei den wahrscheinlichen Schadensummen doch schnell um Millionen. Um zu helfen, müssen die Sachverhalte aufgehellt und Forderungen unwiderlegbar begründet werden. Anders als die Eltern kennt die erfahrene Geburtsschadenrechtlerin die Strategien der Gegenseite und die komplizierte medizinische und juristische, die stets hoch sensible Materie. Vom Behandlungsfehlergutachten und Verhandlungskönnen der Chemnitzer Anwältin hängt weit mehr als bloß die Höhe der Schadensumme ab. Sondern oft die Zukunft des schwerstbehinderten Kindes und der Familie.

 

Damit ein behindertes Kind glücklich aufwachsen kann, ist ungleich mehr Geld nötig. Die Wohnung ist umzugestalten, Ausbildung und Wege sind aufwendig. Häufig sind Geschwister und Verwandte, enge Freunde betroffen, brauchen selbst Rat und Hilfe in dieser Lage. Nicht selten müssen sich die Eltern beruflich und damit finanziell einschränken. „Mir geht es nicht um Strafe, die einen medizinischen Schaden ohnehin nicht rückgängig macht. Es geht um das Wohl des Kindes”, betont die Medizinrechtlerin. „Die Eltern sollten sich deshalb durchringen, zum Anwalt zu gehen. Weil die Regelverjährungszeit drei Jahre beträgt und die Beweisführung mit der Zeit schwieriger wird, sollten sie das am besten auch zeitnah tun.” Quelle PREMISSIMA 3/2015 - Seite 25 _ LINK




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